Wearables schätzen Trinkbedarf nicht medizinisch exakt, sondern nutzen Indizien wie Aktivitätsniveau, Umgebung, Dauer seit der letzten Zufuhr und selbst eingetragene Mengen. Aus diesen Signalen entsteht ein respektvoller Vorschlag, kein Urteil. Nutzer behalten das letzte Wort, passen Erinnerungsintervalle an und entwickeln ein feines Gefühl dafür, wann der Körper tatsächlich nach Wasser verlangt.
Beschleunigungssensoren erkennen Sitzphasen, kurze Wege, rhythmische Armbewegungen und Lagewechsel. Algorithmen priorisieren Hinweise, wenn viele sitzende Minuten hintereinander liegen oder Konzentration sichtbar nachlässt. Statt pauschaler Stundentakte entstehen smarte Impulse, die Momente nutzen, in denen zwei Minuten realistisch sind, ohne Meetings zu stören oder kreative Flow-Zeiten zu unterbrechen.
Kombinierte Neigungswinkel und Bewegungsmuster verorten Nacken- und Schulterpositionen. Anstatt dauernd zu vibrieren, setzt das System eine kurze Verzögerung, prüft Stabilität der Abweichung und erinnert erst dann. So bleiben Hinweise selten, präzise und wirksam. Mit der Zeit erkennt das Gerät Verbesserungen und reduziert die Frequenz, um Autonomie und Körperkompetenz zu stärken.